[:de]Tour de Fesch 2018 – So schaut’s aus![:]

[:de]Es ist wieder soweit – die Tour de Fesch wartet auf uns!

Auch heuer starten wir wieder das gemeinsame Abenteuer Wien-Villach. Same procedure as last year: Alle bringen ihr Gepäck selbst mit (Satteltasche, Rucksack, whatever makes you happy), wir fahren mit gemütlichem Pace in der Gruppe. Damit den Wiederholungstätern nicht langweilig wird, haben wir heuer die Strecke leicht verschärft und die letztes Jahr ausgelassene Nockalmstraße auch mit ins Programm genommen. Aber dazu später. Zuerst die Hard Facts:

  • Was? Tour de Fesch ist eine gemeinsame Ausfahrt über drei Tage, kein Rennen. Wir leiden gemeinsam, aber haben auch Spaß gemeinsam. Der langsamste Teilnehmer (aka ich) bestimmt das Tempo, auf jedem Berg wird zusammengewartet. No offense, die Tour de Fesch ist nix für Über-Ehrgeizler 🙂
  • Wann? Wir starten am 6.7. in Wien, geplanter Treffpunkt 08:30 am Wiental-Radweg Höhe Schloss Schönbrunn. Riding Days: 6., 7. und 8. Juli. Ankunft in Villach am 8.7. nachmittags. Danach individuelle Heimreise (Villach-Wien per Zug bietet sich an) oder gleich Urlaub am Ossiacher See anhängen.
  • Wie? In drei Tagesetappen. Tag 1 Wien – Mariazell. Tag 2 Mariazell – Sölktal. Tag 3 Sölktal – Villach. Pro Tag sind das plusminus 150km, mit den meisten Höhenmetern an Tag 3, sonst wärs ja langweilig. Übernachtungen in rad-freundlichen Pensionen unterwegs. Wir machen ausreichend Verpflegungs-Stops, je nach Bedarf wird beim Billa oder dem Wirten eingekehrt.
  • Womit? Trikoterie-Trikots sind Pflicht. Nein, im Ernst, wir freuen uns über jedes unserer Trikots das mitfährt, aber es ist natürlich kein Must-Have. Teilnehmer_innen bekommen ab der Anmeldung 10% Discount und nette Kombipreise auf alle Einkäufe bei uns.

 

Dabei? Einfach ein Mail an office@trikoterie.at schicken und los geht’s. Mitfahren kostet nichts außer gute Laune, Schweiß und Verpflegung/Unterkunft.

 

Die Strecke. Tadaaaa – hier ist sie: wir starten heuer Richtung Westen, übers schöne Mariazeller Land, Nationalpark Gesäuse, Liezen/Ennstal, Sölktal und Sölkpass und dann mit der Möglichkeit für eine Abkürzung über die Nockalmstraße Richtung Feldkirchen. Die letzten km gehts mit letzter Kraft bergab Richtung Villach.

Link zu Strava: https://www.strava.com/routes/12863882

 

Die Strecke ist zu 90% fix, wir nehmen aber sehr gerne Feedback entgegen falls einzelne Teile optimierbar sind, wir fahren die Strecke zum ersten Mal 🙂

Wir freuen uns schon sehr auf das heurige Abenteuer – Mitte Juni wird es ein Get-Together mit allen Teilnehmer_innen geben um die Details zu klären. Stay tuned!

Disclaimer:

  1. die Tour de Fesch ist keine “organisierte Radreise”, sondern eine gemeinsame Ausfahrt mit bekannten und unbekannten Gesichtern. Alle Teilnehmenden handeln auf eigene Gefahr, es gibt kein Begleitfahrzeug und keine Extra-Versicherung. Dafür ist die Teilnahme auch gratis, nur Übernachtung/Verpflegung sind individuell vor Ort zu zahlen, und das eine oder andere Bier fürs Team Trinkoterie.
  2. Wir sind freundliche, hilfsbereite Leute und erwarten das auch von unseren Mitfahrer_innen. Wir unterstützen uns gegenseitig und nützen die Vorteile einer Gruppenfahrt: Windschatten geben, vorne abwechseln, motivierende Worte falls jemand mal einen Hänger hat. Wir richten uns immer nach dem Langsamsten, da gibt es keine Ausnahmen. Es geht ums gemeinsame ankommen, nicht ums schnelle finishen – letztes Jahr hatten wir einen Schnitt von knapp 24km/h bei weit weniger Höhenmetern. Just for Info 🙂
  3. Es gilt natürlich die StVO. Rennrad/Crosser mit Straßenreifen, Helm, Ersatzteile/Schläuche, Licht vorne/hinten, Verpflegung etc sind Voraussetzung.
  4. Es wird unterwegs hin und wieder fotografiert und/oder gefilmt werden. Alle Teilnehmer_innen erklären sich damit einverstanden, dass Fotos und Videos von ihnen auf der Website und den diversen Social Media Kanälen von Trikoterie veröffentlicht werden. Wenn du gerne mit einer guten Kamera mitfährst und selber Fotos machst, freuen wir uns sehr!
  5. Am allerwichtigsten: Spaß haben, Motivation mitbringen und immer Lächeln 🙂

 

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[:de]Malle ist nur einmal im Jahr![:]

[:de]Es ist also wieder soweit. Mallorca ruft. Was für nicht rad-affine Leute nach Saufen, Saufen und Saufen klingt, ist für die Rennradler-Fraktion eine der Traumdestinationen Europas. Weil: dramatische Straßen, ideales Wetter in der Off-Season und perfekte Infrastruktur.

2016 gab es einen ersten Versuch eines Trainigslagers auf Mallorca. Damals noch als Randerscheinung eines Sauf-Urlaubs (ja, auch Team Trinkoterie ist fleißig) konnten wir eine erste Vorahnung dessen erschnuppern, was Malle abseits von Schinkenstraße und Magaluf zu bieten hat. Damals musste eine Sa Calobra-Runde und ein Ausflug nach Cap Formentor reichen, aber es war klar, dass man hier nochmal herkommen wird. Mit weniger Sangria und mehr Höhenmetern. Das Hotel in Port Pollenca war auf Anhieb ein Glückstreffer, Lage ideal, Rad-Verleih direkt in der Anlage mit feinem Canyon-Gerät. Darauf konnte man aufbauen.

2017 also dann der erste echte Trainingsausflug. Zeitlich gesehen für Hitzköpfe wie mich  besser gewählt, Anfang Oktober mit rund 25 Grad entspricht mir definitiv mehr als Ende Mai mit gefühltem Backofen rundum. Wieder in Port Pollenca eingecheckt, Räder ausgefasst und 4 Tage Trainingsregime: Aufstehen, Frühstück, Radfahren, ein schnelles Bier, Abendessen, ein paar langsame Bier, Schlafen. Rinse & repeat.

Die Trikoterie-Familie on the road

 
Tag 1: Zum Aufwärmen gleich mal Sa Calobra. The one and only. Zurecht eine der “10 Roads you have to ride as a cyclist”-Strecken, ohne wenn und aber. 9,4km, durchschnittlich 7,4% Steigung, eine Stichstraße vom Berg runter in eine Bucht, zuerst abfahren, dann alles wieder retour. Beginnend mit der berühmten 270°-Krawattenknopf-Kurve windet sich die Straße den Berg hinab, mit anfangs steilen Serpentinen, die sich immer mehr im Wald verlieren, bis sich am Fuße der Straße der Blick zur Bucht öffnet. Und dann das ganze retour wieder hinauf.

Sa Calobra – immer wieder ein Genuss

 
Ein Traum – wäre da nicht der Verkehr. Kolonnen von Bussen schieben sich träge bergab und bergauf, und wehe es begegnen sich zwei Busse in einer engen Kurve, dann heißts ganz schnell Stillstand. Kleiner Wermutstropfen, tut dem eindrucksvollen Erlebnis aber keinen Abbruch.

Tag 2: die Königsetappe. Nach dem Eingrooven wartet am zweiten Tag die Königsetappe unseres Ausflugs, gleich drei Gipfel werden einkassiert: Orient, Soller, Puig Major. Während Nummer eins und zwei den mittelmäßig Berg-erfahreren Wiener Flachland-Fahrer noch nicht erschaudern lassen, kann es Nummer drei gleich so richtig. 6,2% durchschnittliche Steigung wären per se ja nicht das Problem, aber das Ganze auf 14km ist halt dann doch nicht nix, vor allem wenn man schon zwei Bergaln in den Beinen hat. Die Psyche ist vor allem gefragt, man zwingt sich nicht ständig auf den Garmin zu starren und die verbleibenden Kilometer fassungslos zu zählen.

Col de Soller zum Aufwärmen

 
Aber nachdem man den Tunnel am höchsten Punkt der Straße durchfahren hat, weiß man warum man sich das antut – traumhaftes Panorama, traumhafte Straßen rund um den Stausee Gorg Blau und allgmeine Erleichterung, die einen fast vergessen lässt, dass man hier nahe militärischem Sperrgebiet unterwegs ist.

Tag 3: Reverse it. Nachdem wir die Tankstelle am Col de Sa Batalla (7,9km, durchschnittlich 5%) schon wie gefühlt hunderte andere RadfahrerInnen auch als Snack-Station liebgewonnen hatten, beschlossen wir sie noch einmal von der anderen Seite her anzufahren. Den Col de Femenia erreichen wir über schöne Nebenstraßen von Pollenca, erfreulich wenig Verkehr und eine Gruppe sich gegenseitig anfeurnder Engländer am Rad machen die doch auch 7,7km mit knapp 6% Steigung zum Vergnügen. Nach einem kurzen Abstecher zum Kloster in Lluc gehts über ein paar Wellen auch schon wieder retour – obwohl die Beine schon müde sind, legen wir noch einen kleinen Umweg durch die Sumpflandschaft hinter Alcudia ein.

Tag 4: Einmal mit Aussicht, bitte. Der Klassiker steht am Programm: Cap Formentor. Auch beim zweiten Mal fahren kriegt man den Mund kaum zu vor Staunen über die Schönheit der Küstenstraße. Gleich nach Port Pollenca geht es mit dem kleinen Anstieg zum Col de la Creueta (3,7km, 5%) bergauf, der erste tolle Blicke aufs Meer offenbart. Spätestens nach dem kurzen Flachstück im Landesinneren bekommt man den Mund aber nicht mehr zu: mal links, mal rechts öffnen sich dramatische Blicke auf schroffe Felsküsten und ein unglaublich blaues Meer. Einmal Augen zu und durch den kurzen Tunnel, dann durch die anstehenden Auto-Kolonnen gekämpft und schon ist man am Leuchtturm von Formentor angekommen.

What a view!

 
Retour genießen wir die Aussicht nochmal, nehmen durch den Tunnel nochmal allen Mut zusammen und gönnen uns abschließend ein Club Sandwich bei Tolo’s in Port Pollenca – wo Räder und Jerseys von Team Sky uns daran erinnern, dass wir doch eher zu den langsamen Gästen dieser Rennrad-verrückten Insel gehören.

“Mallorcas perfect roads”. So stands am Cover vom Cycling Magazine, das in einem der vielen Rad-Cafés auflag, in denen wir uns unterwegs mit Kuchen und Cortado versorgt haben – und das triffts auf den Punkt. Die Straßen auf Mallorca sind einfach perfekt. Aussicht, Belag, respektvolle andere Verkehrsteilnehmer, immer freundlich grüßende MitradlerInnen – nicht einmal der Gedanke daran, dass daheim der grantige Herbst und somit das endgültige Ende der kurz/kurz-Saison wartet, vermag die Stimmung zu trüben. Wie heißts beim großen Lyriker Johnny Däpp? “Alles egal, ich will Malle zurück” – wir sehen uns 2018!

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[:de]Tour de Fesch – Edition 2017[:]

[:de]Mach ma eine Radltour? Mehrtägig? – Fix. – Auf gmiadlich, mit ein paar Leuten. – Supa. – Von Wien an den Ossiacher See. – Klingt gut. – In 2 Tagen. – Äh? – Über die Nock. – Wie? – Supa, mach ma.


5 machen sich auf den Weg

So in etwa hat die Tour de Fesch ihren Anfang genommen. Wem jetzt die Einordnung fehlt: Von Wien an den Ossiacher See sinds ganz grob geschätzt mindestens 350km, wenn man eine relativ direkte Route wählt. Den Semmering muss man in irgendeiner Form besiegen, da sammelt man die ersten Höhenmeter, danach kann man wählen, wohin die Reise geht. Man kann direkt über Friesach und an Hirt vorbei über St. Veit / Glan radeln. Man kann über Murau und die Turracherhöhe radeln. Man kann über Kleinkrems und die Nockalmstraße radeln, die wirklich wunderwunderschön ist. Aber halt auch eine Hochalpenstraße.



Aber man muss auf jeden Fall mal losfahren, und das geht so: Man packt seine 7 Sachen, sehr viel mehr als das sollte es nicht sein, irgendwo knapp bei 9 Sachen ist das Limit, man packt diese Sachen entweder in eine Satteltasche (Apidura, oder Blackburn, oder Topeak, oder Porcelain Rocket, das ist aber eher was für iPhone X – KäuferInnen), oder auf einen Rucksack (ich sag an dieser Stelle: Des is nix, aber bitte sagt es nicht den anderen), überprüft, ob das Gefährt der Wahl in technisch einwandfreiem Zustand ist (ich war wie immer mim Crosser, mit wie ich im Nachhinein festhalten möchte viel zu breiten Reifen, die anderen sind mit den Rennhobeln unterwegs) und scheißt drauf, dass gerade so ziemlich die heißeste Woche seit es Temperaturen gibt über Österreich hereinbricht.

Man radelt Richtung Süden raus aus der Stadt, auf der Suche nach dem Triestingtal-Radweg, den man nach einigen Navigationsschwierigkeiten (“Hast du net die Tour draufgspeichert?”) und ein paar Ausflügen auf Schotter (da habe ich mim Crosser noch glacht) findet und beginnt, ein wenig Meter zu machen, denn die Pace ist am Anfang wirklich nicht gut. Soll ja auch gemütlich sein, das ganze, nöm? Dabei sind wir 5 gar nicht mal so langsam unterwegs (also, ich schon, weil Hitze und Wampe und Beininsuffizienz und diverse andere Mängel es nicht anders zulassen), aber die Gruppe bleibt eine Gruppe und hilft. Das Problem sind die Pausen, denn gefühlt sind beide Bidons alle 15 Meter leer und schreien nach Billa.


Der Anfang vom Semmering

Bei manchen führt das zu ersten Unkerufen, die aber schnell verstummen, weil wir erstens dann doch nach ein paar Stunden in den Semmering reinfahren und ich zweitens an diesem Zeitpunkt den Anschluss an die Gruppe verliere, weil bergauf fahrt jeder sein Tempo und mein Tempo ist kein Tempo. Die fehlenden Trainingskilometer in dem Jahr (ich würde schätzen, so ca. 5000km mehr hätte ich schon machen können) machen sich bezahlt, der Körper dankt mir für die Idee, in dem er sich in einen Generalkrampf verabschiedet. Da können nicht mal die Magnesiumampullen helfen, die ich seit der Südgrenze von Wien regelmäßig in mich hineinleere.

Macht nichts, irgendwann ist der Semmering aus, oder zumindest glaub ich das, die anderen warten schon auf mich. “Michi, fahr am besten gleich weiter, schau, dasst im Rhythmus bleibst, wir sind noch nicht ganz oben.” Ich bleibe stehen und frage nach der Bedeutung von Rhythmus, die anderen lachen, ich lache, ich krieg einen weiteren Krampf, wir fahren weiter. Auf dem tatsächlichen Gupf muss dann zum Glück jemand anderer austreten, das hilft mir, mich zu sammeln, ich habe Gusto auf ein Bier (nicht zum ersten Mal, der Triestingtal-Radweg und die Wegerln in Richtung Semmering sind gesäumt mit schönen Pausenmöglichkeiten), aber wir sind zeitlich in Verzug und müssen Gas geben. Zum Glück gehts bergab, dementsprechend freudig reagieren wir alle auf das Fahrkommando.

Semmering gegessen, jetzt gehts flach raus

Wenn man die Abfahrt Richtung Mürzzuschlag nicht kennt: Ist supa. Ist lang. Ist schnell. Ist genau so, wie man sichs wünscht. Uns kommen Rennradler mit Fahrradtaschen entgegen, nach dem sechsten oder siebten schießt uns dann ein, dass gerade das Transcontinental unterwegs sind, diese Teufel ca. 1 Woche in den Beinen haben und gerade aus Belgien kommen und deswegen ihr Tempo schon voll ok ist.

Nach Mürzzuschlag gehts dann lange Zeit recht flach raus, das Murtal eröffnet sich und ist ein schöner Anblick, es gibt nur ein Problem: Mein Tank ist leer. Und bleibt leer, egal, was ich in ihn hineinschaufle. Ich werde regelmäßig vom Vordermann angehalten, die Lücke, die ich aufreisse, wieder zu schließen und es klappt eh auch, vor allem, weil die Vordermänner sich an meine Pace anpassen, aber irgendwann stelle ich fest: Des is nix. Geschlagen lasse ich sie ziehen, sage, dass ich in Bruck in den Zug steige und wir uns Judenburg sehen, beim Quartier. Bierstopp für mich, die anderen geben wieder Gas, schließlich ist eine zünftige Wetterfront angekündigt, in die wir genau hineinfahren.

In den Zug steige ich schließlich in Kapfenberg, meine Beine haben mich laut Strava 153,8km und 1.431 Höhenmeter weit gebracht, aber es fühlt sich wie eine Niederlage an. Es ist die längste Distanz, die ich an einem Tag gefahren bin, der Verstand sagt, es war sehr heiß und man muss auch wissen, wann es gut ist, aber naja. Das Bierchen im Zug schmeckt trotzdem. Nicht. Es gibt nämlich kein Bier. Weder am Bahnhof, noch im Zug. Katastrophe.


Kaiserwetter

Katastrophal ist auch das Wetter, es beginnt wie angekündigt zu schütten. Die Anderen sind noch fleißig unterwegs, haben zu diesem Zeitpunkt noch ca. 40 Kilometer vor sich, die aber zu 100% im Nassen. Sie haben Glück im Unglück, das Gewitter, das schließlich auch in der Nacht weiterwütet, sorgt für einige Zerstörung im Murtal.


Hilfreiche Nachrichten

Als Vorhut checke ich das Quartier, setze mich zum Eissalon gegenüber vom Hotel, höre ein Album von Eros Ramazotti (ich weiß ehrlicherweise nicht, welches, das Gute!), trinke Gösser und warte ca. 2 Stunden auf die Ankunft der Helden. Tag 1 ist auch für sie fertig, ca. 220km und 1550 Höhenmeter sind die geradelt, nass, müde, aber sehr, sehr glücklich. Es folgt ein festes Abendessen, flüssige Elektrolyte, ein Hoppala mit einer kleinen Zimmerüberflutung und ein Legwarmer, der statt zu trocken fliegen lernt.


Tag 1 der Tour de Fesch ist gegessen


Das Dachfenster zumachen du musst wenn es regnet

Tag 2, gemma!


Kaiserwetter Teil 2

Tag 2 startet mit besserem, aber immer noch mittelmäßigem Wetter. Es nieselt leicht, die Temperatur gibt nicht wirklich Gas, Teile der Gesellschaft haben sogar das Jackerl bzw. Westerl an. Das Frühstück schleppt sich ein wenig, der Kopf ist schwerer als erwartet, aber körperlich gehts uns gut. Ab auf 2 Räder und raus auf den Murtalradweg.





Kaiserwetter und seine Auswirkungen

Dieser ist sehr, sehr idyllisch, aber man braucht sehr lange, bis man ins Fahren kommt. Ständig dreht er, mal ist die Oberflächenbeschaffenheit nicht besonders rennradfreundlich, mal muss man die Zugstrecke queren und man überwindet überraschend viele Höhenmeter, weil man ständig rauf und runter fährt. Nicht so meins, und ich spüre, dass sich meine Beine nur unzureichend vom Vortag erholt haben. Schnell steht bei mir fest, dass ich nicht die Nockalmstraße fahren werde, aber das haben zu diesem Zeitpunkt die anderen auch schon abgehakt, aber ich weiß im Gegensatz zu ihnen auch, dass mich die Turracherhöhe nicht als Gast empfangen wird. Mein Plan lautet nämlich: Direkt nach St. Veit, Zug zum Ossiacher See und die Gruppe mit der besten Finisher-Pasta ihres Lebens empfange, mein Prachtkörper kommt nämlich nicht von allein, der wird erkocht.


Auf der Suche nach dem nächsten Maci

Dieser Plan hat auch den Vorteil, dass ich eine Route, die ich recht häufig mit dem Auto fahre auch mit dem Fahrrad und somit neu erschließe.


Bis Scheifling sind wir also noch gemeinsam unterwegs, am Murtalweg, dort biege ich dann ab Richtung Süden und fetze über Friesach Richtung St. Veit. Fetzen ist natürlich übertrieben, erstens muss ich mich noch über einen Sattel drüberquälen (den werde ich im Auto fahrend nicht mehr auslachen), ich mache auch einige Pausen (in Friesach, Burgen, sehr schön, in Neumarkt, eher aus nostalgischen Gründen, in Hirt, weil Brauerei, weil Bierdurst), und komme schließlich am vermeintlichen Ziel an. Aber: Es gibt keine Zugverbindung. Und da bin ich dann doch einigermaßen verdutzt. Ich sondiere meine Optionen, erwäge einen kurzen Heulkrampf, aber beschließe dann doch, die ca. 40 Kilometer doch noch zu schaffen. Alternative gibt es ja eh keine.

Die anderen sind zu diesem Zeitpunkt schon im Anstieg auf die Turracherhöhe, wir machen quasi ein Wettrennen, das unfair ist, weil sie ja viel fitter sind, als ich, aber das auch unfair ist, weil ich ja quasi flach und noch dazu kürzer fahren muss. Ich hoffe drauf, dass wir uns bei ihrer Abfahrt von der Höhe treffen, aber geht sich nicht aus.





Stellst ma das Radl schräg hi? SCHRÄG!

Am Zielort angekommen kaufe ich ein, für die Pasta, und Elektrolyte, und koche und warte. Über Whatsapp werde ich am Laufenden gehalten, werde informiert, dass die Auffahrt zur Höhe eine ziemliche Sau ist, die sich überhaupt nur sehr widerspenstig besiegen lässt, dass sich die Auffahrt wegen der Aussicht net auszahlt, dass es die Möglichkeit einer Zirbeneinkehr gäbe, aber dass die Abfahrt dafür sehr nice ist und die Zirbeneinkehr deswegen keine gute Idee ist. Die letzten Meter hin zum Ziel sind wie für mich nochmal ein Erlebnis, eine 24% Rampe stellt sich kurz zwischen die feschen Helden und Bier/Pasta, aber auch sie sind am Ziel. Bei ihnen stehen 149,3km und 1.904 Höhenmeter am Tacho, bei der Fraktion Kette Links 128,4km und 1.323 Höhenmeter. Das Abtauchen im Ossiacher See ist einfach nur sehr, sehr, sehr schön. Und die Pasta schmeckt.

Das, was zusammenfasst

Resume? Geil wars. Mit der Zeit keimt Stolz auf, bissl über 300km in 2 Tagen ist für einen Blob wie mich net nix, vor allem bei den Temperaturen. Es tun einem viele Stellen des Körpers weh, Handschuhe mit Polster, ein guter Sattel und so weiter ist enorm wichtig, das Training im Vorfeld auch, dann machts einfach noch mehr Spaß. Wenn man weiß, dass man quasi exklusiv auf Asphalt fährt, braucht man keine 38er-Reifen, Gels, Magnesium, Bananen und sonstiges Zeug ist essentiell und was wirklich wichtig ist: Jedes Klump, das man zu viel einpackt, spürt man enorm. Es ist wirklich wichtig, sich die Wetterprognose anzuschauen, auf bissl Komfort zu verzichten und sich aufs Nötigste zu reduzieren.

Ich kann Satteltaschen wärmstens empfehlen, den Rücken freizuhaben ist einfach Gold wert, und die Größe der Taschen beschränkt auch die Möglichkeiten, Unnötiges einzupacken. Vorne am Lenker sollte man meiner Ansicht nach auch ein kleines Tascherl haben, für Gels oder für eine Kamera oder fürs Handy fürs Navigieren, das stellt sich auch als praktisch heraus.


Die Belohnung

Eine 2-Tages-Tour dieser Länge ist natürlich noch nicht vergleichbar mit einer Mehrtages-Tour oder einem mehrwöchigen Monster, man kommt aber schon in einen anderen Flow, als wenn man einfach nur eine Ausfahrt macht. Die nächste Tour de Fesch ist quasi schon geplant und wir laden euch herzlichst dazu ein, mit uns mitzufahren, man lernt viel über sich selbst, man sammelt wunderschöne Erfahrungen und zumindest ich sitze genau deswegen so oft wie möglich am Rad.

Zweite Meinung (Philipp):

Wie wars? Ja, wie war die Tour de Fesch denn als “Ich bins ganz gefahren”-Fahrer? Nicht so schlimm eigentlich. Nachdem die Übernachtung in Judenburg noch geplant wurde als Mittelpunkt der Route inklusive Nock, war Tag 1 im Endeffekt wesentlich länger als Tag 2, da es ja “nur” die Variante Turracher Höhe wurde. Hat aber auch gereicht für einen ersten Versuch dieses Formats, da von uns eigentlich niemand Erfahrung mit vergleichbaren mehrtägigen Ausfahrten hatte.

Wie kams dazu? Inspiriert wurde das Ganze ursprünglich von Oliver Toman von Singi Cycling, der leider schlussendlich nicht dabei war. Das TeilnehmerInnen-Feld hat sich überhaupt zwischendurch ziemlich reduziert, von den anfänglich 11 Zusagen blieben 5 fesche Buama über, die sich aber alle schon vorab kannten, was sicher kein Nachteil war beim gegenseitig unterstützen und Mut zureden.

Was haben wir gelernt? In einer leiwanden Gruppe geht (fast) alles. Massiven Respekt an alle, die ein solches Unterfangen alleine starten. Weniger einpacken, die Hälfte allen Zeugs daheim lassen. Weniger Pausen machen, mehr am Rad essen, dafür Abends mehr Zeit zum Runterkommen haben. Das letzte Bier aus dem Automaten im Hotel nicht trinken. Ja, ich weiß, ich wollte keines teilen 😛

Machen wirs nochmal? Yes, definitiv wird es 2018 eine Neuauflage der Tour de Fesch geben. Wann und wohin ist noch nicht fix, eventuell zum gleichen Ziel über andere Wege. Oder nach Italien. Oder nach Tirol. Oder jemand hat eine ganz andere Idee. Wir halten euch am Laufenden![:]

[:de]The Slovakia Experiment 2017 – Reverse[:]

[:de]Experimente kann man wiederholen, auch wenn sie schon beim ersten Mal gelingen. Das Slovakia Experiment 2017 ist meine zweite Teilnahme an diesem (Nicht)Rennen (Leute treffen sich und fahren zufällig die selbe Strecke entlang…), das ist ein kurzer Bericht.


Der Fahrradhaufen bei der Anreise.

Während es bisher meistens von Wien nach Bratislava ging, also bergab in Richtung gutem und günstigen Bier, wurde die Strecke dieses Mal umgedreht. Wegen der Abwechslung warats.

Normalerweise werde ich beim Wort bergauf nervös, aber es sind ja nur ca. 10 Höhenmeter über die ganze Strecke verteilt und im Gegensatz zu letztem Jahr, wo die Beinchen bei Hof bei der biestigen, kurzen Rampe schon ziemlich ausgelaugt waren, kommt die Auffahrt diesmal relativ früh.

Am Sonntag in der Früh gehts mit dem Zug gen Osten, das Partyvolk hat bereits die Nacht in Partyslava verbracht, was man 2, 3 TeilnehmerInnen ein wenig ansieht.


Die Streckenbeschreibung. Klingt doch gut.

Treffpunkt ist im Stadtzentrum in Slowatch, ein hervorragend sortiertes, kleines Geschäft mit feschen Anziehsachen. Es gibt ein echtes Frühstück, man kann sich unter anderem auch mit Jameson versorgen (gegen die Kälte) und die Mehlspeisen liefern Energie für die Fahrt.


Teile des Startfelds. Gleich gehts los.

Nach der Registrierung und kurzen Willkommensworten von Gernot vom Citybiker gehts dann endlich los. Frühstück und plaudern sind nett, aber wir sind ja wegen dem Radeln da und kühl ists auch.

Die Fixiefahrer setzen von Anfang an eine solide Pace, manche habens eilig. Schnell ist das Feld der geschätzt 80 Radelnden mehrere Hundert Meter lang und ich verliere meine Frau. Ups.

Beim ersten Checkpoint bei einer Burg nördlich von Bratislava ist das Feld schon ordentlich zerpflückt. Wieder vereint radeln wir zu zweit den Radweg entlang, während die Vorderleute auf der Straße bleiben. Unser Weg ist zwar kürzer, aber jede Wurzel lässt uns froh sein, dass wir diesmal mit Crossern unterwegs sind. Die paar Kilometer bis zur Chuck-Norris-Brücke (ja, wirklich) sind kein Hochgenuss. So mancher hat einen technischen Defekt und schnell wird klar, dass die ganz Schnellen einige Zeit Vorsprung haben werden. Egal.


Achtung! Bergwertung!

Über der Grenze gehts dann bei wirklich feinem Wetter und prächtigstem Rückenwind über Hof hinein in den Marchfeldkanal. Der richtig lustige Abschnitt der Ausfahrt beginnt. In der Beschreibung des Slovakia Experiments steht, dass man mit einem Fixie- oder Singlespeed durchkommt (das stimmt), auf Facebook kommen dann aber schon die Tipps, dass man in Sachen Reifen vielleicht nicht unbedingt auf die Asphaltschneider setzen sollte, wenn man denn kann. Auf den ersten Metern vom Marchfeldkanal wird klar, warum.


Zwischendurch gibts auch Asphalt.

Die Wochen vorher war es gut kalt, der Boden entsprechend durchgefroren. Jetzt blinzelt die Sonne drauf und auch die Durchschnittstemperaturen steigen, das verwandelt Teile des Kanals in eine ordentliche Gatschpartie. Das muss man mögen (ich zum Beispiel mag es sehr, bin aber auch mit Challenge Strada Biance in Größe 36 unterwegs), wie es manch andere mit ihren Slicks schaffen ist mir ein Rätsel. Es kommt leider auch zu Stürzen, an manchen Stellen sind die Lichtverhältnisse so eigenartig, dass man nicht genau erkennt, ob man auf Gatsch, Matsch, Eis oder Schnee unterwegs ist, erst der Kontakt des Vorderrads mit dem jeweiligen Untergrund verschafft Klarheit und in manchen Fall sorgt dieser Kontakt für eine genauere Erkundung des Bodens. Aus der Nähe nämlich.


Spoiler: Man wurde bissl gatschig.

Aber es geht dahin, die Freue ist groß, die Fahrt entlang des Marchfeldkanals im Gegensatz zum elendig faden Hubertusdamm ein großes Vergnügen, weil man ziemlich direkt in der Natur unterwegs ist. Einzig in Sachen Ausblick spielts jetzt nicht die großen Stückeln, das Marchfeld ist halt flach und man hat keine Gelegenheit, die Ebene von Oben zu erfassen.


Napoleon gibt Kraft fürs letzte Stück.

Auf dem letzten Teilstück des Marchfeldkanals zünde ich als Napoleon einen Jameson und im Anschluss den Turbo, verliere ein zweites Mal meine Frau und habe deswegen beim letzten Checkpoint auf der guten, alten gelben Brücke Zeit, um über die Ausfahrt zu reflektieren. Und stelle fest: Das hat richtig, richtig viel Spaß gemacht.


Letzter Checkpoint. Man kennt sie, die gelbe Brücke.

Dass im WerkzeugH, dem Zielpunkt des Rennens, Suppe, Bier und Gesellschaft passen, ist dann das Tüpfelchen auf dem I. Danke fürs Organisieren, wir sehen uns nächstes Jahr wieder!


Ex Aequo als 8. Team im Ziel. Geht scho.

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[:de]Fesch fahren im Schnee[:]

[:de]

“Gemma mit den Mountainbikes in die Lobau?” – “Wieso in die Lobau?” – “Na, es liegt Schnee.” – “Mountainbikes gehören auf den Berg.” – “Aber…” – “Mountainbikes gehören auf den Berg.” – “Na gut.”


Nicht schirch, der Wienerwald

Und ab geht die Fahrt.

Keine 30 Minuten vom Wiener Stadtzentrum entfernt, egal ob mit der U-Bahn (es ist Winter) oder auf dem Rad findet man in den östlichen Ausläufern des Wienerwalds ein wahres Wunderwerk an feinen Trails. Von gmiadlich bis ziemlich tough, sowohl bergauf als auch bergab gibts hier einige Kilometer zu entdecken und ist sehr schnell in der Natur. Feinerweise werden die offiziellen Kilometer an Mountainbikestrecken auch immer weiter ausgebaut, das macht die Freude natürlich umso größer.


“Michi, kannst du bitte länger als eine halbe Sekunde den Trail Stop machen?” Kann er nicht…

Wir machen uns von Hütteldorf aus auf den Weg Richtung Schottenfeld und Sophienalpe, einer sitzt auf einem Kona Tanuki Deluxe (All Mountain FTW!), der andere auf einem Yeti Dirtjumper. Der auf dem Dirtjumper erklärt sich schon am Vortag, wieso er wahrscheinlich nicht so schnell sein wird können, weil die Sitzposition, und das Gewicht, und so weiter. Und natürlich gibt er bergauf gleich einmal die Pace vor, weil er halt wirklich bikefit ist und der andere dick.

Technische Vorteile setzen sich dann nur an manchen Stellen durch, die meiste Zeit habe ich den Dirtjumper schön vor mir herumfahren, während mein Puls aus den Ohren herauskommt. Zum Glück gibts ab und an Pausen, entweder weil wir uns wegen des Wegs beraten (im Schnee schaut der Wald halt anders aus als im Sommer), wegen Änderungen an der Adjustierung (schnell stellen wir beide fest, dass es auch eine Schicht weniger getan hätte) und wegen kleiner Modifikationen an den Fahrgeräten (erst spät stellen wir fest, dass am Dirtjumper viel zu viel Luft in den Reifen ist, nach dem Absenken des Luftdrucks ist mein Wettbewerbsvorteil endgültig dahin…). Blöderweise beschlägt meine Brille, bergauf kein großer Stress (fahr ma halt ohne, sieht die unscharfe Umgebung gleich noch magischer aus), bergab ists interessanterweise auch egal, die Durchschnittsgeschwindigkeit im Schnee ist signifikant geringer als im halbwegs trockenen, das geht sich auch verschwommen gut aus.

Nach verrichteter Auffahrt gehts über die Schottenfeldstrecke Richtung Riedlerhütte auf einer nicht sehr technischen Passage wieder runter, die Schneedecke versteckt die Schläge und die ausgetretenen Stellen im Trail (an dieser Stelle sind hier sonst Pferde unterwegs, die ihre Spuren hinterlassen und diesen Abschnitt im Trockenen auch immer wieder in ein überraschendes Stück transformieren) und man kann sich auch bei niedriger Geschwindigkeit weh tun, wenn man nicht aufpasst. Zwei, drei mal verlassen wir den Sattel Richtung Front, das Vorderrad stecken bleibt.


Michi findet einen Schilling und entscheidet sich für eine spontane Rast.

Zurück Richtung Ausgangspunkt gehts dann den Bach entlang und bissl runter, bissl rauf, normalerweise eine sehr schöne, flowige Passage, die durch Eisflächen unterm Schnee recht tückisch ist. Ich kann irgendwann auch nicht mehr einklippen, weil Schuhe und Pedale mit Schnee belegt sind, das macht die Fahrt nicht leichter. Der Grinser beim Ankommen bei der Forststraße ist trotzdem einzementiert, nominell waren wir nicht weit unterwegs (nicht mal 14 Kilometer, psssst), aber die Ausfahrt hat riesige Freude gemacht.


Alti demonstriert den “Dirtjumper Aero Tuck”, die Escape Velocity ist schon längst erreicht.

Auf dem Weg zur U-Bahn hänge ich dann zunächst wieder am Hintern vom Dirtjumper und bekomme seine Gischt ins Gesicht. Weil ich vorne noch das große Blatt habe, überhole ich den Schuft, nur um festzustellen, dass die Gischt von meinem eigenen Vorderrad kommt, oh well.

Was gibts zusammenfassend zu sagen? Radeln im Schnee: Unbedingt! Luft raus aus den Reifen, das hilft enorm in Sachen Bodenhaftung. Nicht zu warm anziehen und sicherheitshalber für den Rückweg eine zusätzliche Schicht einpacken, das Fahren im Schnee ist harte Arbeit und man schwitzt sonst schnell. Die Bremsen, vor allem Scheibenbremsen, werden zum Musikinstrument, daran muss man sich gewöhnen. Und eine Skibrille ist keine blöde Idee, sondern eigentlich sogar sehr praktisch.

Also: Get out there![:]

Alpe Adria, ohne Hypo, mit Fahrrad

Es gibt in Europa einige sehr schöne Fahrradtouren, die man sich schon mal anschauen sollte. Eine davon ist der Alpe Adria Radweg, von Salzburg bis hinunter ans Meer nach Grado. Weil wir für die ganze Strecke nicht genug Freizeit zur Verfügung haben, aber trotzdem dem Alltag ein wenig entkommen wollen, bevor uns der Winter einholt, beschließen wir, ein wenig zu Schummeln und weiter im Süden auf die Velos zu steigen.

Der ursprüngliche Plan heißt: In Wien in den Zug einsteigen, in Villach aussteigen und in 2 Hieben runter nach Grado radeln, danach wieder im Zug nach Hause. Ich persönlich reise sehr gern im Zug, man kann essen, trinken, schlafen, die Beine ausstrecken, und so weiter. Leider ist die Zugverbindung nach Villach bissl mager, wenn man das Fahrrad mitnehmen möchte, auch von Italien aus kommt man nur schwer wieder zurück. Es gibt zwar quasi stündlich Züge mit entsprechenden Transportkapazitäten, aber zwischen Tarvisio und Villach scheint es ein Wurmloch zu geben, das die Züge nur jeweils einmal ganz in der Früh oder am Abend ausspuckt, beides ist leider nicht optimal.

Also: Mit dem Auto nach Tarvisio, auf die Radln und dann von Grado über Monfalcone nach Tarvisio und dann mim Auto heim. Ok.

Sagenhafter Beginn


Tunnelblick und Ausblicke

Steigt man in Tarvisio in den Radweg ein, ist man mit der Welt im Reinen: Der Radweg führt im Kanaltal auf der ehemaligen Zugstrecke in den Norden Italiens entlang, wo auch der Kaiser nach Triest zu fahren pflegte. Die Ausblicke sind wunderschön, die Strecke in hervorragendem Zustand, man kann sogar das Fahren im Tunnel (eine eigene Disziplin) ausgiebigst üben. Und das Beste: Die ersten 40, 50 km hat man mein persönliches Lieblingshöhenprofil: Flach bis leicht bergab. Entsprechend vergehen die ersten Stunden wie im Flug, man kann es hier ordentlich krachen lassen.

Ab und zu wirds technisch, weil man eine Straße in einem Kanal unterqueren muss, einmal muss man absteigen (außer man kann Stufen per Bunny Hop nehmen…), insgesamt ist dieser Teil des Radwegs Sinnbild fürs perfekte Radlreisen. Es gibt genug zu Sehen, genug Einkehrmöglichkeiten, die zum Beispiel in den ehemaligen Bahnhofsgebäuden untergebracht sind. Man muss so gut wie nie mim Straßenverkehr streiten, tutto bene.

Bissl ausfransender Mittelteil


Der Radweg ist zu einem sehr großen Teil so richtig angenehm zu radeln.

In der Gegend um Venzone verlassen wir das Fahrradreisetraumland und befinden uns wieder in der Realität. Der Radweg ist hier schlicht noch nicht ausgebaut, man muss ein wenig öfter auf die Straße und auch genauer schauen, wo es denn überhaupt hingeht, es ist weiterhin landschaftlich sehr schön und wenn man nicht gerade das Pech hat, von einem Busfahrer mit extrem viel Heimweh in den Straßengraben geschubst zu werden, dann ist auch in diesem Abschnitt weiterhin alles ganz ausgezeichnet.

Venzone ist ein klassisches norditalienisches Städtchen mit Kirche und Altstadt und guten Cafes bzw. Trattorias und bietet sich als Ort für die erste ausgiebige Rast an. Pasta gibts hier schließlich in rauen Mengen und die Kraftwerke brauchen Energie für die Weiterfahrt.

Schließlich findet man sich nach einigen Kilometern auf einem getrennten Radweg wieder, der mit zwei Einschränkungen wieder fast traumhaft ist: Der Straßenbelag wird teilweise ein wenig räudig bis hin zu Schotter, der durchaus auch locker sein kann. Man weiß jetzt, wieso ab und an Mountainbikes zu sehen sind, auch mit dem Cyclocross, das ja für jede Art Tour das beste Fahrrad ist (außer vielleicht für die Tour d’Insel), muss man hier ein wenig auf der Hut sein, vor allem wenns schon dumpert. Außerdem sollte man nicht allzu oft auf die Karte schauen, der Umweg, denn man im Vergleich zur Straße fährt, ist teilweise schmerzhaft groß. Dafür kommt man unter anderem durch eine Lobau mit Alpen, quasi, das machts dann wieder sehr gut.

Kurz vor Buia machen wir dann Schluss für den ersten Tag, im Bed & Breakfast sind wir angeblich die letzten Radler der Saison (es geht um die Extreme, immer!), das Zimmer ist günstig, die Pizza schmeckt, das Frühstück ist am nächsten Tag genau das, was müde Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer brauchen, um nicht mehr müde zu sein, und über den Kaffee muss man in Italien sowieso keine Worte verlieren.

Udine und der Süden vom Norden


So kann man schon mal ankommen.

Von Buia dauerts noch ein wenig bis nach Udine, man schlängelt sich auf kleinen Nebenstraßen Richtung “Großstadt”. Was ziemlich fein ist: Der Radlweg führt direkt an der Heimat des ortsansessigen Fussballclubs Udinese Calcio vorbei, und es ist schon recht witzig, so ein großes Stadion mit dem Fahrrad zu erschließen. Was auch sehr fein ist: Der Radlweg führt auch mitten durch die sehenswerte Altstadt, die die perfekte Umgebung für einen ersten Espresso-Stop ist. Die Wegbeschaffenheit ist zwar teilweise weiterhin bissl abenteuerlich, inklusive kurzer, giftiger Anstiege gefolgt von kurzen, unbefriedigenden Abfahrten (eines meiner Lieblingsprofile), und Schotter ist auch weiterhin ein ständiger Begleiter, aber: Alles richtig gemacht, Italienische Radlwegbauer.

Nach Udine wirds dann allerdings für uns mit den Unwegen ein wenig zu viel des Guten. Wenn man eine Sightseeing-Tour machen möchte, bei der die Sights aus Feldern, Wiesen, Hügeln und Strommasten bestehen, dann ist das genau das Richtige, uns wars nach ein paar Fahrkilometern dann doch ein wenig zu blöd, denn es ist nicht sooo warm, dass man da jetzt die Umgebung genießen konnte und außerdem kam von oben Wasser. Wir beschließen, dem offiziellen Radweg fürs Erste Lebe wohl zu sagen und schmeißen uns auf die Straße, die nicht allzu schlimm befahren ist und auf der man wieder ordentlich Gas geben kann. Wir wollen schließlich ans Meer.

Bis Grado gibt es noch einige Einkehrmöglichkeiten und das ein oder andere Städtchen, das man sich je nach Motivation mehr oder weniger anschauen kann. In Palmanova ärgere ich mich beim Wiederbefahren des Radwegs, dass ich doch nicht mim BMX unterwegs bin. In Cervignano essen wir Pizza, und zwar unabsichtlich in einem Bordell. Aber die Pizza ist normal billig und auch die Getränke nicht teuer und es fragt niemand, also fragen wir auch nicht, und alles schmeckt köstlich und alles ist gut.

Die letzten Kilometer nach Grado sind dann wieder richtig Bombe: Man fährt über eine dünne Landzunge, Meer links, Meer rechts, eigener Radweg, sehr fein. Wer da nicht wehmütig wird oder gut drauf ist, naja, da kann man dann wirklich kaum noch etwas machen. Wir sind jedenfalls sehr happy, aus eigener Kraft aus den Alpen ans Meer geradelt zu sein, suchen uns eine Bleibe für die Nacht (Villa Marin, 2** Hotel, geführt von einer Familie, direkt am Meer, wärmste Empfehlung!!) und genießen die Fülle an leiblichen Genüssen, die die italienische Küche zu bieten hat.

Letzte Etappe, Ausradeln, und z’Haus


Das letzt Teilstück, inklusive Wahlwerbung. Auch andere Länder haben schlechte Plakate.

Am nächsten Tag steht noch die Fahrt nach Monfalcone an, ca. 30 Kilometer und flach, perfekt, um die angestrengten Glieder noch ein wenig auszuradeln. Wir frühstücken hervorragend, verabschieden uns von den netten Hoteliers und nehmen Fahrt auf. Die Sonne scheint, der Radweg ist perfekt und der Wind ballert uns ins Gesicht. Nicht besonders stark, nur so, dass ich als 110kg Mensch bergab treten muss, um nicht stehen zu bleiben. Das Ausradeln wird also doch ein wenig anstrengender, als erhofft, und der Bahnhof in Monfalcone ist auf den einzigen Hügel weit und breit gebaut. Fies.

Die Züge kosten relativ wenig (36€ für 2 Leute + 2 Fahrräder für 140km), wir sind in unter 2 Stunden wieder beim Auto, schließen die Tour mit Pizza und Espresso ab und sind quasi im Nu wieder in Wien.

Für einen Kurztrip ist der Alpe Adria Kanal wärmstens zu empfehlen und auch die längere Variante von Salzburg aus ist sicher großartig. Man kanns mit mehr Zeit auch mit der Familie radeln, oder wenn man ganz motiviert ist von Tarvisio nach Grado in einem Schwung runterbomben. Wirklich eine feine Tour!

Rad Race Vienna Rad Cross

Das Fahrrad ist ein unglaublich vielseitiges Gefährt: Gemütlich durch die Gegend ziehen, Berge erklimmen, neue Länder erschließen, oder so richtig Gas geben. Beim Cyclocross zum Beispiel gehts eher um Letzteres, Michi hats ausprobiert. Das ist ein kurzer Erfahrungsbericht vom Vienna Rad Cross, dem CX-Rennen mitten in der Wiener Fahrradschau. Die Wunden sind noch frisch. Der Grinser ist es auch.

Cyclocross, CX, was soll das?


In der Wechselzone darf man sich vom Stress nicht anstecken lassen, denkt sich der Michi

In Österreich ist Cyclocross leider noch nicht sehr bekannt, obwohl die Voraussetzungen für diese Art des Radelns eigentlich perfekt sind. Im Prinzip ist ein CX-Rad ein Rennrad mit breiteren Reifen, besseren Bremsen und etwas entspannterer Geometrie, der Sport wurde in Belgien erfunden, um sich über den Winter fit zu halten, und es geht darum, off-road in mehr oder weniger flachen Geländer Runden zu drehen. Aber nicht nur die Fitness profitiert von den meist kurzen, aber sehr hohen Belastungen, sondern auch die Fahrtechnik. Einerseits ist man viel im Gatsch unterwegs und muss da einiges an Balance und Feingefühl mitbringen, andererseits gehts auf typischen Cyclocross-Strecken Hindernisse wie Baumstämme oder ähnliches, über die man Bunny-Hoppen kann, aber es gibt auch oft die Situation, dass man mit dem Fahrrad auf den Schultern laufen muss. Ein Spaß. Wirklich 🙂

Rad Race erstmals in Wien


Und da fahr ma scho.

Bei der Wiener Fahrradschau gabs die erste Wiener Ausgabe des Rad Race und wie viele CX-Veranstaltungen zum Beispiel auch in den USA gehts hier nicht nur um fesches Radfahren, sondern auch um viel Spaß rundherum, Partystimmung ist angesagt. Michi ist mittlerweile in seiner dritten CX-Saison und dachte sich, es wäre Zeit, mal ein Rennen zu fahren. And what a race it was.


Und da lauf ma scho.

Die Strecke wurde teilweise indoor, teilweise outdoor angelegt und hatte alles drin, was man nur drin haben kann: Viele, viele, viele Kurven, teilweise über Matsch, Gatsch und sonstige Erdderivate, Steilkurven auf Holzplanken, BMX-Kicker, Laufhindernisse, Schnecken, Stufen, Baumstämme, Sand- und Schottergruben, ois. Wirklich ois. Wer dachte, dass man hier auf gemütlich durchcoasten kann, wurde bei den Trainingsrunden eines Besseren belehrt.


Wroom. Wroom.

In der Quali waren beim Herrenrennen ca. 70 Leute am Start, gefahren wurde im 2er-Team, man durfte also jeweils 1 Runde bomben und dann pausieren (manche sinds solo gefahren, aus Michis Sicht eine übermenschliche Leistung). Ein weiterer Charme von CX-Rennen ist der Positionskampf, der mitunter auch mit Körpereinsatz geführt wird, die sehr enge Strecke forcierte diesen Faktor nochmal deutlich.

Michi ist jetzt keine Ausgeburt an Ambition und Kondition und gings entsprechend gemütlich an, im Training musste das Fahrrad schon leiden und auch in der Quali überlebte die Technik nicht ganz zwei Runden. Zum Glück ist Martin von Starbike halbwegs in der selben Größendimension verortet, so konnte man das Rennen einfach auf einem Rad fortsetzen. Der Kurs erwies sich für als suboptimales Gelände, um eine DI2-Schaltung für sich zu entdecken, jeder festere Griff an den Lenker führte zu einem unabsichtlichen Schaltvorgang, aber der Spaßfaktor war enorm.

Die Quali beendete man auf dem 31. Rang (hey, nicht letzter!), auf das Rennen wurde verzichtet, die Erfahrung war schon so großartig genug, einige Stürze sorgten für Schmerzen und Bierdurst und manchmal soll man tatsächlich aufhören, wenns am schönsten ist.


Bisschen Bier macht bisschen Aua wieder gut

Wenn du Gusto auf CX-Erfahrung hast, dann meld dich bei Starbike, jeden Samstag gibts Ausfahrten in den Prater und die Lobau und auch einen kleinen, feinen Cup wird es geben.

Das Red Hook Crit Milano in fesch

Wenn man sich ein wenig fürs Radeln interessiert, hat man sicher schon mal vom Red Hook Crit gehört. Die diesjährige Ausgabe in Mailand war besonders fesch.

Red Hook Wos?

Na gut, erklären wir es kurz: Das Red Hook Crit ist eine Rennserie, die ihren Ursprung in Brooklyn / NY hat. Gefahren wird auf Fixies, verdammt schnell, verdammt kompromisslos und in einmaliger Atmosphäre.




Fotos von Silvia Galliani

Bei der diesjährigen Ausgabe waren 2 Jungs in Trikoterie-Montur unterwegs und haben sich ziemlich wacker geschlagen, “auch wenn die Quali nicht optimal verlaufen ist. Einmal haben wir eine rote Flagge kassiert, einmal ist uns ein *** nicht aus dem Weg gegangen. Nächstes Jahr dann.”

Wir sagen: Fesch, fesch!

Istrien – Eine Radlreise wert

Die Ausgangslage

1 Woche Rovinj mit der Familie. Sonne, Strand, Spritzgetränke. Eine Anhängerkupplung am Auto. Ein passender Fahrradträger. Das sind die Zutaten für eine ziemlich gute Zeit und was zusammmengehört wird zusammengeführt. Für alle Familienmitglieder das passende Fahrrad (2x CX für die ganz Großen, 1x MTB für die bald Große und Woom bzw. Kindersitz für den noch nicht Großen), und los gehts.

Viel Für

Rovinj und Istrien sind ein Traum. Die Städte sind reich an historischen und hübschen Sehenswürdigkeiten, die Touristentumulte halten sich zumeist in Grenzen (bis auf Rovinj, in der Altstadt türmen sich die Leute), das Essen und das allgemeinen Lebensgefühl sind sehr ansprechend (wenn man das Mediterrane mag) und landschaftlich gibts hier einiges zu sehen. Der Limski Kanal ist ein waschechter Fjord, die Hügel und Berge ein Blickfang, vor allem, weil sich auf manchen von ihnen kleine, alte Bergdörfer verstecken und wie eine Zuckerkrone über den Tälern trohnen. Ach ja: Das Meer gibts hier auch und es ist großartig: Klar, wellig, begleitet von einer leichten Brise, das hebt die Laune und den Entspannungsfaktor.

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Der Limski Kanal. Ziemlich traumhaft.

Istrien auf zwei Rädern


Ziemliche fesche Ausblicke erwarten dich in Istrien, zum Beispiel das Dörflein Motovun

Dem Vernehmen nach ist Istrien in den letzten Jahren zu so etwas wie einem Radlhotspot geworden, auch die Strava-Zeiten deuten darauf hin, und man kann verstehen, warum. Die Distanz zwischen den Orten ist genau richtig, um sich regelmäßig mit verdammt guten und günstigen Kaffee und frischem Obst zu versorgen, die Straßen sind kurvig und abwechslungsreich und das wellige Höhenprofil sorgt dafür, dass die Beine ständig vor neuen Herausforderungen stehen.

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Die gute, alte Morgenstund zahlt sich hier aus, das Licht ist ziemlich fesch.

Das ideale Terrain fürs Time-Trial-Training ist es hier allerdings nicht: Einerseits hat der Wind durchaus einiges an Kraft (aber es soll ja Leute geben, die Gegenwind lieben), und auch die Qualität des Straßenbelags ist nicht immer rennradtauglich, phasenweise wird man schon ordentlich durchgeschüttelt. Den Berufsverkehr in der Früh zwischen 7:30 und 9:30 Uhr und am Nachmittag sollte man auf den größeren Straßen eher meiden, ebenso wie die Mittagshitze, die Sonne zeigt hier täglich und gerne, was sie kann.


Nicht die schlechtesten Plätze für eine Verschnaufpause

Wenn man sich die kleineren Wege sucht und zu Mittag ein Päuschen einlegt, wird man mit fantastischen Ausblicken belohnt. Die Meeresluft sorgt für den zusätzlichen Schub Vergnügen und zu Mittag oder am Abend bietet es sich an, zur Stärkung in einer der unzähligen Konobas einzukehren, das sind direkt an der Straße hingebaute Lokale mit lokaler Küche, frisch, günstig und gut. Wenn man auf Fleisch und Fisch vom Grill oder auf Salate ateht: Das ist dein Eldorado.

Ein Wort der Warnung: Oft sind Radwege angeschrieben, in verschiedenen Härtestufen, die grünen sind mit einem Rennradsymbol gekennzeichnet, dem sollte man aber nicht glauben: Meiner Erfahrung nach führen fast alle dieser Wege zumindest über Schotterwege, mit dem Crosser kein Problem und sogar sehr lustig, mim Rennrad sollte man aber eher auf der Straße bleiben, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden.

Wenige Wider und Abschließendes


Gutes Essen gilt hier definitiv nicht als überbewertet. Hier die ausgezeichnete Konoba Grabina

Die Radln mitzunehmen war eine hervorragende Idee. Als Gold wert hat sich die (Schotter)Promenade am Meer entlang erwiesen, mit dem Crosser und Fahrradtaschen kommt man so schnell und gemütlich von einem Badespot zum Nächsten. Auch fürs sportliche Radeln bietet Istrien alles, was die Waden begehren, hier kann man richtig fesch Radfahren. Dringende Empfehlung, egal in der Hochsaison oder davor und danach.

Routen und Pflichtpunkte

  • Rovinj bis Poreč über Gradina, Vrsar und Funtana: Limski Kanal runter und rauf (Anstieg á la bonheur, vor allem in der Hitze nicht unterschätzen), dann links abbiegen und ab auf die Spanferkelstraße (ja). Retour nach Belieben, einige Höhenmeter, überall Versorgungsstopps (Kobina Grabina!!), viele Ausblickspunkte und überschaubarer Verkehr; ca. 40 km
  • Rovinj – Bale – Vodnajn – Pula und retour entlang der Küste (ev. querfeldein): In Vodnajn einen Zwischenstopp einlegen (wegen dem Olivenöl warats), Pula ist groß und busy, aber auch sehenswert, kann man auch off-road mit dem Crosser genießen; Ca. 80 km
  • Novigrad – Grožnjan – Motovun – Schleiferl (je nachdem, wo man wohnt): Ordentliches Gebirgsschleiferln mit atemberaubenden Anblicken und gscheit viel Höhenmetern, in Grožnjan gibts das beste Pausenkaffee wo gibt; ca. 80 km (hin- und retour)