Rad Race Vienna Rad Cross

Das Fahrrad ist ein unglaublich vielseitiges Gefährt: Gemütlich durch die Gegend ziehen, Berge erklimmen, neue Länder erschließen, oder so richtig Gas geben. Beim Cyclocross zum Beispiel gehts eher um Letzteres, Michi hats ausprobiert. Das ist ein kurzer Erfahrungsbericht vom Vienna Rad Cross, dem CX-Rennen mitten in der Wiener Fahrradschau. Die Wunden sind noch frisch. Der Grinser ist es auch.

Cyclocross, CX, was soll das?


In der Wechselzone darf man sich vom Stress nicht anstecken lassen, denkt sich der Michi

In Österreich ist Cyclocross leider noch nicht sehr bekannt, obwohl die Voraussetzungen für diese Art des Radelns eigentlich perfekt sind. Im Prinzip ist ein CX-Rad ein Rennrad mit breiteren Reifen, besseren Bremsen und etwas entspannterer Geometrie, der Sport wurde in Belgien erfunden, um sich über den Winter fit zu halten, und es geht darum, off-road in mehr oder weniger flachen Geländer Runden zu drehen. Aber nicht nur die Fitness profitiert von den meist kurzen, aber sehr hohen Belastungen, sondern auch die Fahrtechnik. Einerseits ist man viel im Gatsch unterwegs und muss da einiges an Balance und Feingefühl mitbringen, andererseits gehts auf typischen Cyclocross-Strecken Hindernisse wie Baumstämme oder ähnliches, über die man Bunny-Hoppen kann, aber es gibt auch oft die Situation, dass man mit dem Fahrrad auf den Schultern laufen muss. Ein Spaß. Wirklich 🙂

Rad Race erstmals in Wien


Und da fahr ma scho.

Bei der Wiener Fahrradschau gabs die erste Wiener Ausgabe des Rad Race und wie viele CX-Veranstaltungen zum Beispiel auch in den USA gehts hier nicht nur um fesches Radfahren, sondern auch um viel Spaß rundherum, Partystimmung ist angesagt. Michi ist mittlerweile in seiner dritten CX-Saison und dachte sich, es wäre Zeit, mal ein Rennen zu fahren. And what a race it was.


Und da lauf ma scho.

Die Strecke wurde teilweise indoor, teilweise outdoor angelegt und hatte alles drin, was man nur drin haben kann: Viele, viele, viele Kurven, teilweise über Matsch, Gatsch und sonstige Erdderivate, Steilkurven auf Holzplanken, BMX-Kicker, Laufhindernisse, Schnecken, Stufen, Baumstämme, Sand- und Schottergruben, ois. Wirklich ois. Wer dachte, dass man hier auf gemütlich durchcoasten kann, wurde bei den Trainingsrunden eines Besseren belehrt.


Wroom. Wroom.

In der Quali waren beim Herrenrennen ca. 70 Leute am Start, gefahren wurde im 2er-Team, man durfte also jeweils 1 Runde bomben und dann pausieren (manche sinds solo gefahren, aus Michis Sicht eine übermenschliche Leistung). Ein weiterer Charme von CX-Rennen ist der Positionskampf, der mitunter auch mit Körpereinsatz geführt wird, die sehr enge Strecke forcierte diesen Faktor nochmal deutlich.

Michi ist jetzt keine Ausgeburt an Ambition und Kondition und gings entsprechend gemütlich an, im Training musste das Fahrrad schon leiden und auch in der Quali überlebte die Technik nicht ganz zwei Runden. Zum Glück ist Martin von Starbike halbwegs in der selben Größendimension verortet, so konnte man das Rennen einfach auf einem Rad fortsetzen. Der Kurs erwies sich für als suboptimales Gelände, um eine DI2-Schaltung für sich zu entdecken, jeder festere Griff an den Lenker führte zu einem unabsichtlichen Schaltvorgang, aber der Spaßfaktor war enorm.

Die Quali beendete man auf dem 31. Rang (hey, nicht letzter!), auf das Rennen wurde verzichtet, die Erfahrung war schon so großartig genug, einige Stürze sorgten für Schmerzen und Bierdurst und manchmal soll man tatsächlich aufhören, wenns am schönsten ist.


Bisschen Bier macht bisschen Aua wieder gut

Wenn du Gusto auf CX-Erfahrung hast, dann meld dich bei Starbike, jeden Samstag gibts Ausfahrten in den Prater und die Lobau und auch einen kleinen, feinen Cup wird es geben.

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